Wann sollten Unternehmen ihren IT-Dienstleister wechseln?

Trennen oder nicht trennen, vor dieser Frage stehen viele Unternehmen, die nicht sicher sind, wie sie mit ihrem IT-Dienstleister weiter verfahren sollen. Um es herauszufinden, empfiehlt Avision eine systematische Vorgehensweise.

 

Eine Zusammenarbeit kann über viele Jahre reibungslos funktionieren, doch irgendwann entstehen vielleicht Zweifel: Ist die Partnerschaft mit dem IT-Dienstleister noch effizient? Kann er mit der Veränderung der IT-Landschaft mithalten? Bevor Unternehmen über einen tatsächlichen Wechsel nachdenken, sollten sie den Beziehungs-Status-Quo genau analysieren. Avision erklärt, welche Faktoren dabei ausschlaggebend sind.

 

1. Kosten

In den meisten Fällen ist der Blick allein auf die Kosten nicht sinnvoll. Tagessätze für Nearshoring etwa mögen günstiger und damit budgetschonender sein, die Leistung kann aber auch schlechter sein. Bei allen IT-Aufgaben steht die Qualität stets im Vordergrund, deshalb ist das Kosten-Qualitätsverhältnis die Größe, die Unternehmen in Betracht ziehen müssen, wenn sie über einen Partnerwechsel nachdenken.

 

2. Know-how

Über die Jahre hat ein Dienstleister umfangreiches Know-how über die IT des Unternehmens gesammelt. Das vereinfacht die Kommunikation zwischen den Partnern ganz erheblich, weil der Kontext jedes neuen Auftrags dem Dienstleister bereits bekannt ist. Auch wenn Ungereimtheiten Anlass zur Unzufriedenheit geben: Lohnt es sich wirklich, auf dieses Wissen zu verzichten und einen neuen Partner mühsam neu einzuarbeiten?

 

3. Vertrauen

Mit der Länge der Zusammenarbeit hat sich auch eine Vertrauensbasis entwickelt, die nicht zu unterschätzen ist: Unternehmen wissen, dass der Partner sein Wissen über die IT nicht missbraucht. Sollte er dennoch darauf hinarbeiten, das Unternehmen von seinen Leistungen abhängig zu machen und diese Abhängigkeit für sich auszunutzen, ist es höchste Zeit, den Wert der Zusammenarbeit zu hinterfragen.

 

4. Komplexität

Ist eine Anwendung zu komplex oder unübersichtlich geworden, weil der Partner sie immer wieder inkrementell ergänzt hat, ohne die grundlegende Struktur im Blick zu haben, ist es wichtig, an der Verringerung der Komplexität zu arbeiten. Gelingt sie nicht oder ist sie zu kostspielig, kann ein neuer Blickwinkel helfen – zum Beispiel in Form eines neuen Dienstleisters.

 

5. Anpassung

Im Laufe der Zusammenarbeit haben sich Auftraggeber und Auftragnehmer aneinander angepasst. Sind die Kommunikationsschnittstellen zwischen den Partnern so konzipiert, dass ein anderer Dienstleister überhaupt übernehmen könnte? Oder ist ein Wechsel unmöglich geworden?

 

6. Ansprechpartner

Auch bei IT-Dienstleistern gibt es personelle Veränderungen. Zu schnelle Wechsel der Ansprechpartner kann aber zur Bürde werden, weil das Unternehmen sie immer wieder neu in Projekte einarbeiten muss. Da kann ein geeigneter Partner mit geringer Mitarbeiter-Fluktuation durchaus als Alternative in Frage kommen.

 

Unternehmen können diese – und vielleicht auch eigene spezifische – Faktoren mit Hilfe einer Bewertungsskala systematisch analysieren und auf dieser Basis entscheiden, wie sie in Zukunft vorgehen wollen. „Vor einem etwaigen Wechsel sollten Unternehmen aber nicht vergessen, dass man über alles reden kann“, unterstreicht Nadine Riederer, CEO bei Avision. „Wenn allerdings keine Symbiose mehr zwischen den Partnern besteht, sodass jeder seine eigenen Ziele verfolgt, ist es meist schon zu spät und die Suche nach einem neuen Dienstleister sollte starten.“

 

 

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